Die Salzsümpfe der Ile de Ré

Auf der Ile de Ré muss man nur durch die Salzwiesen laufen, um sich sofort fehl am Platz zu fühlen. Dies ist eine Gelegenheit, die Geheimnisse des weißen Goldes und den Beruf der Salzarbeiter während Ihres Campingurlaubs auf der Ile de Ré zu entdecken.

Ein Know-how und tausendjährige Gesten

Zu Beginn des 11. Jahrhunderts begannen die Mönche der Insel Ré mit der Ausbeutung der Salzsümpfe. Die Insel erhielt damals den Spitznamen "Ré la Blanche" in Anlehnung an die Farbe der Salzpyramiden, die sich in den Salzwiesen erhoben. Das weiße Gold der Sümpfe wurde in das gesamte Königreich Frankreich und Nordeuropa exportiert und sicherte den Wohlstand der Insel.

Im 19. Jahrhundert gab es auf Ré noch fast hundert Salzwiesenarbeiter, die je nach Region auch Paludier genannt wurden. Heute gibt es nur noch einige Hundert, die diese uralte Praxis fortführen und dabei uralte Techniken und Kenntnisse anwenden. Im Norden der Insel, zwischen Loix, La Couarde und Ars-en-Ré, in der Nähe der Radwege, werden noch etwa 460 Hektar Sumpfland von den Salzbauern ausgebeutet.

Was Sie über die Salzernte wissen müssen

Auf der Ile de Ré wird das Salz von Juni bis September geerntet. Es gibt zwei Arten von Salz: grobes Salz und Salzblume. Als 100%iges Naturprodukt wird das Salz von der Ile de Ré zwischen der Ernte und der Vermarktung keiner chemischen Behandlung unterzogen.

Die Erntetechnik ist seit dem Mittelalter nahezu unverändert geblieben. Das grobe Salz (oder graue Salz) wird alle zwei Tage auf dem Lehmboden des Sumpfes geerntet. Es wird in Schuppen gelagert, wo es mindestens 6 Monate lang trocknet. Der Salzproduzent verwendet ein Werkzeug namens "simoussi (ein Brett mit langem Stiel), mit dem er das grobe Salz vom Boden der Salzpfanne schabt, dann ein "Souvron" (ein Instrument mit kürzerem Stiel), mit dem er das Salz wieder auf den Weg bringt und so kleine weiße Berge bildet.

Was das "fleur de sel", den Nektar des Sumpfes, betrifft, so wird er auf der Oberfläche des Wassers gesammelt. Feiner als grobes Salz, besteht Fleur de Sel aus sehr feinen weißen Kristallen. Geerntet wird an windigen Tagen, meist am Abend. Dazu benutzt der Salzbauer eine Lousse (eine Art Abschäumer), mit der er die kostbaren Kristalle von der Oberfläche des Sumpfes abschöpfen und feinfühlig herauspicken kann. Blütensalz ist im Durchschnitt 10 mal teurer als grobes Salz.

Das Salzwiesen-Ökomuseum von Loix

Auf dem Campingplatz Loix en Ré, an der Nordküste der Ile de Ré, lädt das Ökomuseum der Salinen dazu ein, die Geschichte des Salzanbaus, die Funktionsweise der Salinen und die Technik der Salzgewinnung zu entdecken. Eine Ausstellung mit anschließender Führung durch eine arbeitende Saline ermöglicht es Ihnen, die Arbeit des Salzbauern und die Geheimnisse der Herstellung des weißen Goldes zu verstehen. Lehrreich und faszinierend zugleich!

Wo können Sie Salz von der Ile de Ré kaufen?

Abseits der Salzgärten, in Ars-en-Ré, ist die Cabane des Sauniers die Anlaufstelle, um sich mit Fleur de Sel, Feinsalz und Salicornes einzudecken, aber auch um die köstlichen Karamellen der Ile de Ré und andere lokale Produkte zu probieren. Direkt vom Hersteller zum Verbraucher, das gefällt uns! La coopérative des Sauniers : 7 route de la Prée, 17590 Ars-en-Ré, www.sauniers-iledere.com

 
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